Über viele Jahre durfte ich ein Pforzheimer Leuchtenunternehmen gestalterisch begleiten. Was als einzelnes Projekt begann, entwickelte sich zu einer langen, vertrauensvollen Zusammenarbeit – über Messeauftritte, Printmedien, Verkaufsunterlagen und digitale Kommunikation hinweg.
Ein Messestand ist mehr als eine Fläche mit Produkten. Er ist ein räumliches Statement.
Hier ging es darum, Licht nicht nur zu zeigen, sondern erlebbar zu machen. Klare Linien, reduzierte Gestaltung, Fokus auf Materialität und Wirkung. Der Stand sollte nicht schreien – sondern anziehen.
Architektur und Produkt im Dialog.
Mit dem „Magaled“ entstand ein Format zwischen Magazin und Produktkatalog. Kein reines Verkaufsverzeichnis, sondern ein Medium zum Blättern, Entdecken und Vorzeigen.
Produktinformationen wurden eingebettet in Haltung, Designverständnis und Anwendungsbeispiele. Ziel war es, Technik verständlich zu machen – ohne sie zu vereinfachen. Und aus einem Katalog ein Markenmedium zu entwickeln.
Ein mobiler Verkaufsstand bedeutet: maximale Präsenz auf minimalem Raum.
Hier stand die klare Struktur im Vordergrund. Produkte mussten sofort wirken, Orientierung geben und zugleich flexibel einsetzbar sein. Reduktion war kein Stilmittel, sondern Notwendigkeit.
„Konzentration auf das Wesentliche“ war nicht nur eine Headline, sondern Programm.
Die Unternehmensanzeigen verzichteten bewusst auf visuelle Überladung. Ein Motiv. Eine Aussage. Ein klarer Fokus. Gestaltung als Verstärker – nicht als Selbstzweck.
Die Website bündelte schließlich alles: Haltung, Produktwelt, Information und Markenbild.
Sie übersetzte das reduzierte Designverständnis in den digitalen Raum – strukturiert, klar, funktional.
Heute ist sie nicht mehr online, ebenso wie das Unternehmen selbst nicht mehr existiert.
Was bleibt, ist die Erfahrung aus vielen Jahren intensiver Zusammenarbeit – und das Verständnis dafür, wie sich eine Marke über alle Medien hinweg konsistent entwickeln lässt.